|
Die
Historie der Oldenburger Ratsmusik
Nach einem Schriftstück des
Bürgermeisters der Stadt Oldenburg vom 11. Mai 1655 sollten die Ratsmusikanten
|
"ufm rathausse
am dem dazu bestelten Orth sich einfinden, und daselbst mit Zinken
und Posaunen coniunctim figuriren dergestalt, daß so woll diese
gute Stadt bey frembden alss einwohnern und sie die musicanten selbst
davon gutes Lob, ehr und ruhm haben mögen." |
Der schöne Brauch, im
Rathaus Konzerte zu veranstalten, geht in Oldenburg also auf das 17.
Jahrhundert zurück, als Graf
Anton Günther die Ratsmusikanten mit den Hofmusikanten vereinigte.
Längst gibt es keine
Ratsmusikanten mehr, und aus der frühreren Hofkapelle ist
mittelbar der Klangkörper des Oldenburgischen
Staatsorchesters hervorgegangen. Wenn heute Mitglieder dieses
Orchesters im Oldenburger Rathaus musizieren, so wird damit also an
eine alte Tradition angeknüpft. Der Sitzungssaal des alten
Rathauses erweist sich nach architektonischer Gestaltung,
Größe und Akustik als sehr geeignet für die
Aufführung von Kammermusikwerken.
Die
Anregung stammt von Albert Grünes
und wurde mit ihm und den "Ratsmusikern" durchgeführt.
Am 26. April 1964 wiederbelebte er die Oldenburger Ratsmusik mit
seinem 1. Konzert.
Nach seinem Tode wurde Barbara
Martyna-Lauerwald die Leitung übertragen, die ihr erstes
Konzert am 5. Oktober 1997 zum Gedenken an Albert Grünes leitete.
Inzwischen stehen wir am 29.
Februar 2004 vor dem 350. Konzert
seit nunmehr 40 Jahren.

|